Der Umwelt zuliebe
Umweltverträgliches Handeln hat bei Kienzle Tradition – schon seit über 30 Jahren sind Umweltschutz und Energie-Einsparung bei uns ein zentrales Thema.
Umweltschonende und verbrauchsarme Fahrzeuge auf hohem Niveau werden meist nicht grün, sondern blau genannt … blueHybrid, ad blue, blue motion und so weiter.
Darum: Unser Grün ist Blau

Neu seit 2025
Frisch gebacken – jetzt auch lokal emissionsfrei
Für uns bedeutet Nachhaltigkeit nicht nur, was im Ofen landet, sondern auch, wie unsere Backwaren zu Ihnen kommen. Seit 2025 gehen wir den nächsten logischen Schritt: Unsere knusprigen Backwaren liefern wir in Kirchheim jetzt elektrisch aus.
Saubere Luft für Kirchheim
Unser neuer Elektro-Lieferwagen stößt lokal keine Abgase aus – ein echter Gewinn für unsere Stadt und die Nachbarschaft.
Leise in den Morgenstunden
Wenn unsere Fahrer frühmorgens die Fachgeschäfte beliefern, geschieht dies nun fast lautlos.
Konsequent regional
Zu unseren regionalen Rohstoffen gesellt sich nun eine moderne, nachhaltige Logistik.
Unser „Blau" wird damit noch ein Stück grüner. Wir freuen uns, dass wir Tradition und modernste Technik verbinden können, um Ihnen jeden Morgen ein Stück Heimat mit gutem Gewissen zu liefern.
Der Grundgedanke
Nicht verbrauchte Energie ist die beste Energie
Die Energie- und Ressourcen-Einsparung ist uns besonders wichtig. Selbst Strom aus 100 % erneuerbarer Energie ist nicht wirklich umweltneutral, denn zur Erstellung, zum Transport, zur Wartung und Entsorgung von Windrädern, Wasserturbinen, Speicherseen und Solardächern verbraucht es Unmengen von Rohstoffen, Naturräumen und Energie.
Nur Strom und Rohstoffe, die nicht verbraucht werden, müssen gar nicht erst hergestellt und transportiert werden und erzeugen auch keinen Abfall. Somit ist das Einsparen von Strom und Rohstoffen die beste Umweltschutzmaßnahme überhaupt.
Es ist kein Zufall, dass sich unsere Fachgeschäfte in direkter Nähe zur Backstube befinden. Durch kurze Transportwege sparen wir jährlich Tonnen von CO₂ und anderen Abgasen ein. Wir finden es unsinnig, dass der Bäcker aus A nach B liefert und der aus B nach A – dabei bleibt nicht nur die Frische der Backwaren, sondern auch unnötig viel Sprit auf der Strecke.

In der Praxis
Was wir konkret tun
Die Herstellung erfolgt wörtlich HAND-werklich
Ein großer Maschinenpark verbraucht viel Strom und Ressourcen, auch schon bei seiner Herstellung. Wir vertrauen dagegen auf echte, traditionelle Handarbeit: Sie spart Energie ein, fördert die Qualität der Backwaren und sichert hochwertige Arbeitsplätze hier in Kirchheim. Um diese Handarbeit zu ermöglichen, wurden schon 1987 beim Neubau der Backstube alle Betriebsabläufe konsequent auf traditionelle Arbeitsweisen optimiert – in Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband und seinen technischen Betriebsberatern. Diese Backstube wurde in Fachkreisen auf nationaler Ebene als Musterbeispiel bewertet.
Große Fensterflächen bringen viel Tageslicht in die Backstube
Eine natürliche Beleuchtung steigert das Wohlbefinden der Mitarbeiter und senkt den Energieverbrauch. Spezielle Schutzvorrichtungen an den beweglichen Fenstern sorgen für hygienisch einwandfreie Belüftung. Die ansteigende Gestaltung der Raumdecke verbessert die Luft und spart Energie: Warme Luft steigt nach oben, und die natürliche Konvektion führt die verbrauchte Luft zugfrei über Lichtkuppeln direkt nach außen – ganz ohne die hygienisch und energetisch problematischen Lüftungsanlagen.

Natürliche Konvektion statt Lüftungsanlage Backöfen mit Erdgas – seit 1978
Erdgas ist ein umweltschonender Brennstoff. Es verbrennt viel sauberer als Öl und ist effizienter als Strom. Durch unsere neuen „Solar"-Backöfen mit ruhender Backatmosphäre konnte der Energieverbrauch im Vergleich zu den Vorgängern mit bewegter Backatmosphäre nochmals um bis zu 30 % gesenkt werden – bei gesteigerter Qualität und Frischhaltung der Backwaren.
Beim Einkauf der Rohstoffe achten wir auf Regionalität
Wir arbeiten mit regionalen Mühlen, als Lieferanten bevorzugen wir lokale Bauern, Metzger und Händler. Es ist uns wichtig, die Geschäftspartner zu kennen, denn das schafft Vertrauen. Zudem werden Wege verkürzt und die heimischen Landwirte finden ein Einkommen, um ihren Beitrag zur Landschaftspflege zu leisten.
Verkäufer industrieller Brot-Backmischungen machen bei uns kein Geschäft
Als Allergiker reagiere ich auf bestimmte Verdickungsmittel, die in fast allen Fertigprodukten enthalten sind. Darum gibt es bei uns schon lange keine Brotsorten wie Kornspitz, Sovital oder Jogging-Brot – dafür viele Spezialitäten nach eigenen Rezepten.

Keine Industrieware Unsere Rezepte sind auf Natürlichkeit und Bekömmlichkeit ausgelegt
Wir verwenden grundsätzlich echtes Meersalz statt jodiertem Speisesalz, pflegen unseren Natur-Sauerteig und arbeiten „wie früher" mit Vorteigen und viel Zeit. Wir backen nach den Grundsätzen von „clean label", übersetzt „sauberes Etikett" – vereinfacht gesagt soll nichts in der Backware sein, was der Verbraucher nicht darin erwarten würde. Auch der größtmögliche Verzicht auf Allergene gehört dazu.
Die richtige Backwarenmenge herstellen
Backwaren, die nicht verkauft wurden – die sogenannten Retouren – verbrauchten bei ihrer Herstellung genauso viel Zeit, Rohstoffe und Energie wie verkaufte Backwaren. Wir versuchen, keine Unmengen an Retouren zu produzieren und trotzdem unseren Kunden auch abends eine gute Auswahl zu bieten. Bitte seien Sie nicht böse, wenn Ihre Lieblings-Backware abends einmal vergriffen ist – unsere Verkäuferinnen empfehlen Ihnen gerne eine Alternative.
Das sind einige Beispiele für den praktizierten Umweltschutz in unserem Betrieb. Es gibt noch viele weitere, etwa aktive Mülltrennung, die Vermeidung von Wegwerf- und abfallproblematischen Artikeln oder energiesparende Lichtkonzepte in den Fachgeschäften. Das Umweltbewusstsein einer Firma zeigt sich nicht in ihren Worten, sondern in ihren Handlungen. Umweltschutz kann man in allen Bereichen praktizieren, im Großen und im Kleinen. Und das tun wir – seit über 30 Jahren.
Ehrlich gesagt
Nicht alles Machbare ist auch sinnvoll
Wichtig ist, genau zu überlegen, was man tut. Zwei Beispiele, bei denen wir uns bewusst dagegen entschieden haben:
Der Elektro-Transporter von 1995
Bereits 1995 haben wir unsere Backwaren mit einem Fiat Ducato „Elettra" mit reinem Elektroantrieb emissionsfrei ausgefahren – einer von nur 10 Elettras in Deutschland. Die Reichweite betrug ca. 60 km, die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h, geladen wurde über Nacht. Für unsere Kurzstrecken in der Stadt war das eine super Sache, doch leider war es noch zu früh für die Technik: Die Batterien hielten im Alltagseinsatz nur 2 Jahre und hätten durch 28 neue Blei-Akkus ersetzt werden müssen. Bei deren Herstellung würde mehr Dreck erzeugt, als durch das E-Auto in der zu kurzen Betriebszeit der Akkus gespart würde. Darum haben wir das Fahrzeug nicht weiter eingesetzt – es diente aber weiterhin als Ersatzteillieferant für zwei Elettras eines öffentlichen Trägers.
Wärmerückgewinnung aus der Ofenabluft
Durch den geringen Wirkungsgrad der Wärmetauscher von unter 10 % und den zusätzlichen Stromverbrauch durch Ventilatoren ist sie bei uns nicht sinnvoll einsetzbar. Es gibt weitere Beispiele für „unterlassene" Umweltschutzmaßnahmen, die alle aus einem Grund nicht gemacht werden: Ihr Nutzen ist kleiner als der Aufwand – für die Umwelt wäre das ein schlechtes Geschäft.
Das meinen wir mit Blau statt Grün: Es muss wirklich der Umwelt und den Menschen nützen – und nicht nur danach aussehen.
